Dipl.-Geol. Hans-Jörg Niederhöfer

Systematische Untersuchungen der marinen Schneckengattung Conus

Artbeschreibungen, Artentstehung sowie Aufbau einer weltweiten Typusdatenbank.


Malakozoologie Datenbank

Malakozoologie Datenbank


Faunistische Erfassung der Schnecken und Muscheln Baden-Württembergs

mit Anwendungsbezug im Naturschutz sowie damit verbundene Untersuchungen zur Populationsgenetik (Enzymelektrophorese).


FFH-Kartierung bedrohter Tierarten in Baden-Württemberg

im Auftrag der Landesanstalt für Umweltschutz Baden-Württemberg (FFH = Flora Fauna Habitatrichtlinie).

Zusammenstellung und Auswertung der für die Umsetzung der FFH-Richtlinie relevanten Daten zu den in Baden-Württemberg bekannten Vorkommen der Bachmuschel (Unio crassus), der Vierzähnigen Windelschnecke (Vertigo geyeri), der Schmalen Windelschnecke (Vertigo angustior) und der Bauchigen Windelschnecke (Vertigo moulinsiana).

Briefmarke: Als Beispiel für bedrohte Tierarten wurden vom
Bundesministerium der Finanzen im Juni 2002 eine Serie von
Sonderbriefmarken herausgegeben. Ein Motiv stellt die im Röhricht
lebende Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana) dar.
Für das auf der Briefmarke abgebildete Tier lagen dem Leonberger
Grafiker Prof. Günter Jacki Stücke aus dem Goldersbachtal bei
Tübingen vor, die vom Stuttgarter Museum im Rahmen der
FFH-Kartierung 1999 gesammelt wurden.
Briefmarke: Als Beispiel für bedrohte Tierarten wurden vom Bundesministerium der Finanzen im Juni 2002 eine Serie von Sonderbriefmarken herausgegeben. Ein Motiv stellt die im Röhricht lebende Bauchige Windelschnecke (Vertigo moulinsiana) dar. Für das auf der Briefmarke abgebildete Tier lagen dem Leonberger Grafiker Prof. Günter Jacki Stücke aus dem Goldersbachtal bei Tübingen vor, die vom Stuttgarter Museum im Rahmen der FFH-Kartierung 1999 gesammelt wurden.

Revision der Roten Liste der Mollusken Baden-Württembergs

einschließlich der Erstellung eines kritischen Gesamtartenverzeichnisses mit Anmerkungen im Auftrag der Landesanstalt für Umweltschutz Baden- Württemberg.

Die Untersuchung ergab, dass von den 262 in Baden-Württemberg vorkommenden Schnecken- und Muschelarten bereits 7 Arten als ausgestorben oder verschollen und 104 Arten als gefährdet einzustufen sind.

crassus: Die Bachmuschel Unio crassus wird in der
aktuellen Roten Liste der Mollusken Baden-Württembergs als "vom
Aussterben bedroht" eingestuft. Die Art stellt hohe Ansprüche an
die Wasserqualität. In unserer dicht besiedelten
Industrielandschaft kommt es immer noch zu wasserbaulichen
Eingriffen wie Begradigung, Laufverlegung, Sohlenpflasterung oder
gar Trockenlegung. Diese Maßnahmen schränken den Lebensraum unserer
Bachmuschel stark ein. Foto: G. Falkner, München.
crassus: Die Bachmuschel Unio crassus wird in der aktuellen Roten Liste der Mollusken Baden-Württembergs als "vom Aussterben bedroht" eingestuft. Die Art stellt hohe Ansprüche an die Wasserqualität. In unserer dicht besiedelten Industrielandschaft kommt es immer noch zu wasserbaulichen Eingriffen wie Begradigung, Laufverlegung, Sohlenpflasterung oder gar Trockenlegung. Diese Maßnahmen schränken den Lebensraum unserer Bachmuschel stark ein. Foto: G. Falkner, München.

Populationsgenetische Untersuchungen

Enzymelektrophorese an unterschiedlichen Arten von Schließmundschnecken der Gattungen Clausilia, Cochlodina, Balea und Macrogastra aus Baden-Württemberg.

Fachliche Beratung durch Herrn Prof. Dr. Seitz vom Institut für Zoologie / Populationsökologie der Johannes Gutenberg- Universität, Mainz.

Elektrophorese: Auftrag der Proben auf die
Celluloseacetat-Platten mit dem Applikatorset. Foto: A.
Schultheiss, Stuttgart.
Elektrophorese: Auftrag der Proben auf die Celluloseacetat-Platten mit dem Applikatorset. Foto: A. Schultheiss, Stuttgart.

Beschreibung neuer Conus-Arten von den Philippinen und von Madagaskar.

Protoconch- und Radulauntersuchungen. Genetische Untersuchungen an Kegelschnecken-Populationen in Madagaskar in Kooperation mit der Justus Liebig Universität Gießen, Institut für allg. und spezielle Zoologie.

niederhofer_2ab_6a_tsara_ht.jpg: Holotypus zu Conus pennaceus tsara Korn,
Niederhöfer & Blöcher 2000 von Taolanaro (Fort Dauphin), SE
Madagaskar (SMNS ZI 30424). Foto: A. Schultheiss, Stuttgart.
niederhofer_2ab_6a_tsara_ht.jpg: Holotypus zu Conus pennaceus tsara Korn, Niederhöfer & Blöcher 2000 von Taolanaro (Fort Dauphin), SE Madagaskar (SMNS ZI 30424). Foto: A. Schultheiss, Stuttgart.
radula: Spitze eines Radula-Zahnes von Conus
pennaceus vezoi Korn, Niederhöfer & Blöcher 2000 von
Maromitiliky, SW Madagaskar (SMNS ZI 30438). Foto: S. Leidenroth,
Stuttgart.
radula: Spitze eines Radula-Zahnes von Conus pennaceus vezoi Korn, Niederhöfer & Blöcher 2000 von Maromitiliky, SW Madagaskar (SMNS ZI 30438). Foto: S. Leidenroth, Stuttgart.
niederhofer_2ab_6c_sartii_ht.jpg: Holotypus zu Conus sartii Korn,
Niederhöfer & Blöcher 2001 von Tulear, W Madagaskar (SMNS ZI
50268). Foto: A. Schultheiss, Stuttgart.
niederhofer_2ab_6c_sartii_ht.jpg: Holotypus zu Conus sartii Korn, Niederhöfer & Blöcher 2001 von Tulear, W Madagaskar (SMNS ZI 50268). Foto: A. Schultheiss, Stuttgart.

Aufbau einer weltweiten Typusdatenbank zur Gattung Conus.

Von den über 2000 beschriebenen Conus-Taxa werden heute von den Forschern nur ca. 1000 als valide anerkannt. Die Datenbank enthält eine Abbildung des jeweiligen Typusexemplares, den Aufbewahrungsort, das vollständige Literaturzitat sowie kritische Anmerkungen zur Synonymisierung. Die Arbeiten an dieser Typusdatenbank stellen Vorarbeiten für das Unterprojekt GLOBCON (Globalregister Conus-Typen) innerhalb des Knotenpunktes GBIF- Evertebraten II in München (Zoologische Staatssammlung) dar.

niederhofer_2ab_7_capitaneus_ht.jpg: Holotypus zu Conus centurio Born, 1778.
Obwohl Born in seiner Originalbeschreibung erwähnt, dass der
Fundort dieses Stückes unbekannt ist, existiert zu diesem Stück ein
Etikett mit der Fundortangabe 'Antillen'. Sammlung Born,
Naturhistorisches Museum Wien.
niederhofer_2ab_7_capitaneus_ht.jpg: Holotypus zu Conus centurio Born, 1778. Obwohl Born in seiner Originalbeschreibung erwähnt, dass der Fundort dieses Stückes unbekannt ist, existiert zu diesem Stück ein Etikett mit der Fundortangabe 'Antillen'. Sammlung Born, Naturhistorisches Museum Wien.