Bild von Dipl.-Biol. Ute Eulitz

Dipl.-Biol. Ute Eulitz

Wissenschaftliche Volontärin

Dipl.-Biol. Ute Eulitz eine Nachricht schreiben.
Tel.: +49 (0)711 8936 224
Fax: +49 (0)711 8936 100

  • Oktober 2001 – Mai 2008
  • Biologiestudium an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald; Hauptfach Ökologie der Tiere, Nebenfächer Spezielle Zoologie, Allgemeine Botanik, Ökologie der Mikroorganismen.
  • Diplomarbeit "Einfluss des Waldumbaus auf die Käferfauna unter besonderer Berücksichtigung der Totholzkäfer".
    Betreuer: Prof. Dr. Gerd Müller-Motzfeld
  • Juni – September 2008
  • Genetic variability of rules for determination of body size: an analysis of half-sib families with Ematurga atomaris L. - Forschungsstipendium an der Universität von Tartu (Estland), Kooperation mit Prof. Toomas Tammaru und Dr. Sirii-Lii Sandre.
  • Oktober 2008 – Januar 2009
  • Bestimmung von Käferfragmenten aus einem neolithschen Brunnen, drittmittelgefördertes Forschungsprojekt am Museum für Tierkunde zu Dresden; Betreuung durch Dr. Klaus-Dieter Klass (Museum für Tierkunde) in Kooperation mit Dr. Harald Stäuble (Sächsisches Landesamt für Archäologie).
  • seit März 2009
  • Wissenschaftliche Volontärin am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, Abteilung Entomologie

 

 

Projekte 

Subfossile Käferfragmente aus einem neolithischen Brunnen in Sachsen

Der Großteil der Fragmente sind isolierte Flügeldecken, Köpfe, Halsschilde und Hinterleibssternite, nur vereinzelt sind Beinteile oder Mandibeln zu finden. Eine Bestimmung der Arten ist nur bedingt mit der einschlägigen Literatur möglich, die eine kombinierte Betrachtung verschiedener Körperteile voraussetzt – was auch Antennen und Tarsen einschließt, die in den Aufsammlungen gar nicht vertreten sind. Deshalb ist der Vergleich des fossilen Materials mit rezentem Material sehr wichtig. Im Lichtmikroskop können erste Struktur- und Formmerkmale untersucht werden; mittels Rasterelektronenmikroskop werden dann Oberflächenstrukturen und andere Details verglichen. Längerfristiges Ziel ist es, neue Bestimmungsmerkmale in der Feinstruktur zu finden, die z.B. anhand einzelner Elytren eine Artbestimmung erlaubt.

Bearbeitung der Brentidae-Sammlung

Eine weitere Aufgabe ist die Neuaufstellung der Brentidae, sowie die Bestimmung von unbestimmtem Material. Die Brentidae (dt. Langkäfer) gehören zu den Curculioniden und sind weltweit verbreitet, wobei ihr Hauptverbreitungsgebiet in den Tropen liegt. Die meisten Brentidae sind Regenwaldbewohner, einige Gattungen und Arten kommen aber auch in gemäßigten oder ariden Gebieten vor. Die Mehrheit der Wald-bewohnenden Arten sind xylophag und leben unter der Rinde von totem oder morschem Holz. Myrmekophile Arten kommen v.a. in Trockengebieten vor. Die Brentidae-Arten zeigen einen ausgeprägten Sexualdimorphismus.

 

PUBLIKATIONEN


Klass, K.-D. & Eulitz, U. (2007): The tentorium and anterior head sulci in Dictyoptera and Mantophasmatodea (Insecta). Zoologischer Anzeiger 246, pp. 205–234.

Klass, K.; Eulitz, U.; Schmidt, Ch.; Barton, A. (2009): The tibiotarsal articulation and intertibiotarsal leg sclerite in Dictyoptera (Insecta). Insect Systematics & Evolution, Vol. 40, Number 4, pp. 361-387(27)